Luca

EKH
männlich
geb. ca. 2009
15.02.2014
Tierheimkatze

Ich bin eine waschechte Bauernhofkatze. Eine nette ältere Dame richtete eine Futterstelle ein und an dieser hielt ich mich immer mit Herrn Haselinger und Clooney ca. 1 Jahr lang auf. Aus gesundheitlichen Gründen kann die Dame uns nun nicht mehr versorgen und gab uns ab.

Wirr waren waschechte Kater, total männlich, stolz und eine Gefahr für die Katzendamenwelt. Wisst ihr, was man im Tierheim als erstes mit uns machte? Ihr könnt es euch wohl schon denken – schnipp – schnapp… Aber wir hörten, dass das Katzenelend sonst wohl nie ein Ende nimmt, sondern immer schlimmer wird, und so wird es wohl das richtige gewesen sein. Ob ich mit anderen, mir fremden Katzen, gut auskommen würde, kann ich leider nicht sagen.

Ich habe im Moment einfach nur eine riesengroße Angst. Auf einmal eingesperrt, ohne meine Freiheiten. Und diese ganzen fremden Menschen. Ich greife sie nicht an, aber wenn man mich in die Enge treiben würde, könnte ich meine Krallen zeigen. Ich kenne das alles einfach nicht.

Was suche ich also? Gerne wieder einen Platz auf einem Bauernhof oder einem anderen großzügigen Gelände. Meine Kumpels müssen nicht unbedingt gemeinsam mit mir umziehen, wir hängen nicht wirklich aneinander. Auf jeden Fall brauche ich meinen Freigang. Ob ich jemals Streicheleinheiten genießen kann? Ich kann es euch leider nicht versprechen.

Vielleicht kann ich auch als Mäusejäger dienen? Ihr solltet auf jeden Fall nichts von mir erwarten, aber euch dennoch um mich kümmern. Regelmäßig füttern, ein warmes Plätzchen zur Verfügung stellen und natürlich auch dem Tierarzt vorstellen, zum Impfen oder wenn es mir nicht so gut geht.

Eine wahrlich schwere Aufgabe oder? Aber es gibt ja so absolute Katzenmenschen, die nichts einfordern, sondern einfach nur geben. Das habe ich jedenfalls gehört. Und falls die Umgebung auch noch stimmt könnte das sogar klappen oder? Meine Kumpels werden sich ebenso beschreiben, denn vom Charakter sind wir eigentlich Drillinge 😉

Traut euch einfach und schaut vorbei. Dann könnt ihr immer noch entscheiden. Eine Chance würde ich mir schon wünschen.

Euer Luca

Nachtrag 18.03.2014: Da ich sehr gelitten habe unter der mir unbekannten Enge in geschlossenen Räumen und ich so auch gar nicht auf die Pfleger eingehen konnte, wurde ich heute auf dem Gelände in die Freiheit entlassen. Ich habe gehört, dass einige Samtpfoten mit der Zeit wirklich zahm wurden und sich mittlerweile streicheln lassen oder sogar ein schönes Zuhause fanden, da sie ganz zutraulich wurden. Und ansonsten hat man hier ein prima Leben, mit allen Rechten, aber keinen Pflichten. Nun drücken alle die Daumen, dass ich hier bleibe und nicht das Weite suche.

Nachtrag 21.04.2014: Ich habe beschlossen, hier zu bleiben. Morgens und abends komme ich pünktlich zur Fütterung und bin dann auf dem Gelände unterwegs. Den Menschen hier nähere ich mich noch nicht, aber wenigstens bin ich versorgt :)

Nachtrag 26.11.2014: Ich fasse immer mehr Vertrauen und lasse mich jetzt sogar schon streicheln!