Leb wohl kleiner Charly

Der 9. Oktober 2014 ist ein Tag, den wir nicht vergessen werden und können. Unser Charly ging über die Regenbogenbrücke. Unsere Mitarbeiter und Ehrenamtler haben schwer damit zu kämpfen. Denn ein kleiner Kämpfer war auch unser Charly.

Ein Charakterhund, der sich seine Menschen aussuchte und sein Köpfchen durchsetzen wollte. Daran scheiterten leider auch seine Vermittlungen, obwohl sich seine neuen Menschen immer wahnsinnig viel Mühe gegeben haben.

Aber er gab sich nicht auf, freute sich auf jeden Spaziergang, zeigte seine Kunststückchen, genoss die Schmuseeinheiten und Aufmerksamkeit – er war einfach ein lebensfrohes, witziges und quirliges Kerlchen.

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Und dann passierte vor mehreren Wochen etwas ganz Furchtbares. Ein anderer Hund riss sich von der Leine und stürzte sich auf unseren Charly. Er verletzte ihn sehr schwer am Kopf. Ein Auge konnte nicht mehr gerettet und musste entfernt werden. Damit hätte Charly aber sicher leben können. Die anderen Verletzungen machten ihm jedoch immer mehr zu schaffen. Dieses lebensfrohe Kerlchen fing an sich aufzugeben. Er ging noch spazieren, zeigte aber keine wirkliche Energie mehr. Seine Freude ging mehr und mehr verloren. Und am Samstag, als er zu seinem Spaziergang geholt wurde, erlitt er einen Zusammenbruch.

Wir sind sofort in die Tierklinik gefahren und dort blieb er auch unter Beobachtung. Aber er hatte im Grunde keine Chance mehr. Und eine Untersuchung nach der anderen, ohne dass eine Besserung eintritt und er Schmerzen hat – das hat unser Charly nicht verdient. Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, Charly gehen zu lassen.

Vergessen werden wir den frechen kleinen Knopf aber nie. Wir danken unseren Mitarbeitern und den lieben Ehrenamtlern, die ihn immer gepflegt und ihm das Leben im Tierheim viel leichter gemacht haben. Ein Zuhause wird es nie ersetzen, aber Charly hatte dennoch seine Bezugspersonen und erfuhr ganz viel Liebe. Ein kleiner Trost.

Traurige Grüße

Manja Bretschneider & Ihr Tierheim-Team Hilden