Zeus

Malinois-Mix
männlich
geb. ca. 2010
Juni 2017

Zeus haben wir aus einem anderen Tierheim übernommen. Er zeigte sich dort sehr nervös und neigte zu Angstaggressionen. Er biss sich zum Beispiel in die Rute oder fing an, sich im Kreis zu drehen. Bei uns hat Zeus mehr Platz und Ruhe und genießt das sichtlich. Seine Nervosität hat er aber noch nicht komplett ablegen können.

Er ist sehr Menschen bezogen und zeigt sich diesen gegenüber immer freundlich. Ältere und ruhigere Kinder in der Familie sollten kein Problem sein. Dies beurteilen unsere Hundepfleger aber dann nochmals genau, wenn sie den Umgang zwischen Kind und Hund sehen.

Zeus ist wachsam und zeigt sich typisch für seine Rasse. Er möchte beschäftigt werden, braucht aber auch seine Ruhepausen, in denen er relaxen kann. Er geht gerne spazieren und freut sich über Aufgaben.

Anderen Hunden gegenüber zeigt er sich eher ruhig. Es sei denn, er wird angepöbelt, dann geht er auch mal nach vorne.

Unsere Hundepfleger erzählen Ihnen gerne mehr über Zeus. Besuchen Sie ihn bei uns im Tierheim.

Herzliche Grüße

Manja Bretschneider

Nachtrag 05.10.2017: Zeus war über ein Wochenende in einem Zuhause. Hier der Erfahrungsbericht:

Autofahren ist wohl nicht alltäglich für ihn. Die erste halbe Stunde war er sehr aufgeregt und hat gebellt und gewinselt. Danach wurde er ruhiger und hat auch zwischendurch geschlafen.

Nach unserer Ankunft war er nicht übermäßig nervös, ist uns durchs ganze Haus gefolgt und hat sich alles neugierig angesehen. 

Er muss in seinem Verhalten etwas gebremst werden, da er versucht Türen zu öffnen und alles zu durchstöbern. Dinge, die auf Tischen und Anrichten liegen, sind auch nicht unbedingt sicher. Er ist dabei aber sehr nett und lässt sich gut unterbrechen. Sobald man sich in Ruhe irgendwo hinsetzt, will er erstmal dabei sein. Er kommt am Anfang schlecht zur Ruhe. Schickt man ihn aber konsequent auf seinen Platz, bleibt er dann auch irgendwann mal liegen. Am zweiten Abend hatte er sich schon zwei Lieblingsplätze ausgesucht und ist wesentlich ruhiger geworden. 

Er hat schnell verstanden wie man in ein höheres Auto hinten einsteigt. Es sollte aber auf jeden Fall ein Gitter zum Fahrgastraum installiert werden, da er mehrfach versucht hat nach vorne zu klettern. Man muss mit ihm üben auch mal im Raum allein zu bleiben. Er war natürlich unsicher, weil für ihn alles neu war. Daher hat er versucht mir überall hin zu folgen.

Im Haus ist er ruhig und bellt kaum. Er ist stubenrein und hält nachts gut 8 Stunden aus. Nach dem Aufstehen bin ich aber sofort mit ihm raus. Ist er im Stress, beginnt er manchmal sich um die eigene Achse zu drehen und versucht sich in seinen Schwanz zu beißen, was ja nicht geht, weil die Rute zu kurz ist. Man kann ihn aber durch Ansprache leicht unterbrechen. Wenn man ihn danach auf seinen Platz schickt, klappt das ganz gut.

In der zweiten Nacht hat er 8 Stunden durchgeschlafen und ist nur zweimal zu mir ans Bett gekommen. Ich habe ihn beide Male auf seinen Platz geschickt und er hat sofort gehorcht und hat weiter geschlafen. Große Probleme hat er mit Pferden, die frontal auf ihn zukommen. Er geht dann mit voller Kraft nach vorn. Wird das Pferd parallel an ihm vorbei geführt, reagiert er kaum. Auch draußen im Wald reagiert er kaum. Das Anspringen gegen schnell fahrende Autos ist in den zwei Tagen schon besser geworden, da wir das auch regelmäßig geübt haben. Auf der Rückfahrt war er in der ersten halben Stunde etwas unruhig. Danach hat er fast nur geschlafen und war super brav. Ich finde, er war die ganze Zeit durchweg händelbar. Man braucht aber wohl etwas Erfahrung mit solchen Hunden.

Ich persönlich finde, er ist ein toller Hund, bei dem sich die Mühe lohnt !!!