Samira

Maine Coon
weiblich
ca. 5 Jahre
Februar 2018
Freigänger

Ganz schweren Herzens wurde Samira bei uns abgegeben. Sie braucht eine ganze Weile, bis sie ihren Menschen vertraut. Auch unsere Mitarbeiter werden eher noch abgeschätzt, aber wir geben ihr alle Zeit. Die Vorbesitzer, die schon seit 30 Jahren Katzen beherbergen, gaben ihr einige Informationen mit auf den Weg.

Samira wurde vor zwei Jahren leider als Einzelkatze vermittelt. Ob sie sich vielleicht einsam fühlte wenn die Besitzer nicht da waren? Jedenfalls protestierte sie wenn diese nicht zu Hause oder mal im Urlaub waren. Sie pillerte überall hin, zeigte sich gegenüber den Katzensittern aggressiv, so dass diese nicht mehr kommen wollten. Ein nochmaliger Gesundheitscheck wurde vor der Abgabe durchgeführt. Hier war aber alles in Ordnung.

Bei ihren Menschen war sie meist sehr lieb. Liebte es, wenn man ihr übers Köpfchen streichelte und den Hals kraulte. Und so bekam sie auch den liebevollen Spitznamen “Mausi”. Aber wenn ihr etwas nicht passte, zeigte sie dies ganz deutlich. Dass ihre Menschen auch mal beschäftigt waren fand sie nicht so toll. Da wurde ordentlich gemotzt, bis sie endlich auf den Schoß durfte. Nur auf den Arm genommen werden möchte sie nicht. Das gibt ein Brummen und Knurren. Aber das mögen viele Katzen nicht wirklich.

Sie lebte bisher nur in der Wohnung. Lag gerne auf der Fensterbank. Ihr Lieblingsplatz war allerdings die Terrasse. Sommer wie Winter hielt sie sich dort stundenlang  auf. Nur bei eisigen Temperaturen oder starkem Wind bevorzugte sie dann doch die wohlige Wärme in der Wohnung.

Wir suchen für Samira katzenerfahrene Menschen, die liebevoll und geduldig sind. Die ihr nichts abverlangen und sie nicht bedrängen. Kinder sollen nicht in der Familie leben. Oftmals zeigen Katzen in Einzelhaltung oben genannte Zeichen. Manche wurden zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt und haben nie gelernt, richtig zu spielen oder soziale Kontakte zu pflegen. Ob dies bei Samira ebenfalls so war, wissen wir nicht. Auch nicht, ob sie überhaupt noch sozialverträglich ist. Dies werden wir beobachten, wenn sie im großen Katzenzimmer wohnt.

Was ihr unserer Meinung nach helfen könnte ist etwas Freigang. Ein Zuhause mit der Möglichkeit, dass sie jederzeit nach draußen kann. Das Umfeld muss natürlich entsprechend sicher sein. So kann sie ihre Umgebung erkunden, vielleicht Katzen kennen lernen, sich auspowern, ihre Neugierde ausleben. Und sie liebt es ja sowieso an der frischen Luft zu sein.

Wenn Sie sich für die hübsche Samira interessieren schauen Sie gerne im Tierheim vorbei. Unsere Frau Bautz wird Sie ausführlich beraten und dann können Sie die Kleine nach und nach kennen lernen. Und vielleicht ihr kleines Katzenherz erobern.

Herzliche Grüße

Manja Bretschneider

Nachtrag 26.03.2018: Es gibt Neuigkeiten. Bisher hat Samira unsere Katzenpflegerin angefaucht, die Pfleger in Ruhe gelassen, solange sie ihr nicht zu nahe kamen. Unsere Katzenkuschlerin konnte die Kleine dann immerhin schon durchs Gitter streicheln.

Letzte Woche ging ich mit der Katzenpflegerin und einer zweiten Pflegerin in ihr Zimmer. Sie lag in ihrer Kuschelhöhle und wir redeten mit ihr. Was für eine kleine Schönheit sie ist, was für eine hübsche Maus und so weiter. Wie man halt auch mit seinen eigenen Tieren quatscht 😉 Und auf einmal springt sie heraus und streicht uns um die Beine, lässt sich kurz streicheln. Sie kam immer wieder.

Am nächsten Morgen ging unsere Katzenpflegerin hinein. Erst fauchte Samira kurz, aber dann fiel ihr wohl ein, das gar nichts Schlimmes passierte als sie herauskam. Also schwupp, wieder aus ihrem Versteck heraus. Das Eis war gebrochen! Am Samstag ist ein weiterer Ehrenamtler hineingegangen um zu schauen, wie sie auf andere Fremde reagiert. Sofort kam sie zu ihm und er konnte sie von oben bis unten streicheln, selbst über den Schwanz.

Bei uns geht sie auch ganz brav auf die Toilette.

Vermittelt wird sie nur zu anderen Katzen oder, wenn sie diese nicht mag, mit der Möglichkeit zum Freigang. Ein großer Schritt ist getan. Wir freuen uns riesig für die süße Maus. Dennoch sind Menschen mit viel Geduld und Erfahrung gesucht. Wenn sie umzieht braucht sie eventuell wieder diese Zeit, bis sie Vertrauen fassen kann.

Nachtrag 14.05.2018: Es hat sich nun gezeigt, dass Samira mit einer Katze, wenn diese nett, ruhig und souverän ist, klarkommen könnte. Ein Mehrkatzenhaushalt ist nicht geeignet, dann wird sie unsauber. Sie besteht schon darauf, “ihr” Körbchen und “ihren” Kratzbaum zu haben. Sie zeigt sich im Katzenzimmer nicht aggressiv, aber man kann zum Beispiel sehen, dass Nuspli überhaupt nicht ihr Fall ist.