Urlaubsgrüße von Lilou (ehemals Fritte) und Yuli (die war noch ein Baby und hatte keinen Namen)

Liebe Frau Bautz, liebes Tierheim-Team,
ich weiß, wir haben lange nichts von uns hören lassen, unfassbar inzwischen sind 3 Jahre vergangen. Nun aber wollten Yuli und ich, anlässlich unseres ersten Urlaubs ein paar salzhaltige Grüße von der Nordsee senden und Euch berichten, wie es uns inzwischen ergangen ist.

Die ersten 2 Jahre waren wir ja noch richtige Stubentiger. Ein Sonnenbad auf dem Balkon hatte immer gereicht. Irgendwann wollte ich aber doch endlich erfahren, was sich hinter der Tür verbirgt, hinter der unsere Menschen immer verschwanden. So entdeckte ich einen klasse Dachboden mit vielen interessanten Ecken und Nischen. Noch spannender war aber die Treppe nach unten. Eines Tages, mein Frauchen ging wieder mal mit einem Korb voller Wäsche nach unten, folgte ich ihr heimlich und plötzlich stand ich mitten in einem Garten. War das herrlich :-). Mein Frauchen erklärte mir später, dass wir in dem Haus ja nicht allein wohnen und der Garten uns gar nicht gehört. Nun hätte sie aber mit den Besitzern gesprochen… Inzwischen sind die Besitzer und wir gute Freunde. Für die Nutzung des Gartens halten wir den Rasen kurz und den Garten Mäuse frei. Cooler Deal! Wenn ich im Übrigen von wir spreche, muss ich das doch etwas einschränken. Yuli ist ne richtige Schönwetter-Katze. Kaum regnet es mal, oder jetzt im Winter, hängt die nur noch auf der Heizung bzw. vor dem Kamin. Ich frag mich echt, weshalb die Winterfell bekommen hat… Mein Frauchen nennt sie manchmal Lumpenpuppe, liegt rum wie eine und will am liebsten den ganzen Tag den Bauch gekrault bekommen. Ich geh lieber raus.

Also, ich will ja nicht prahlen, aber ich schaue nicht nur gut aus, ich bin zudem auch noch echt schlau. Ich beobachte sehr genau und weiß meist ziemlich schnell, wie die Dinge laufen. So habe ich inzwischen gelernt, wenn mein Frauchen pfeift anzutreten, wenn ich nass nach Hause komme mich gründlich abzutrocknen und, haltet Euch fest, ich gehe allein ins Auto. Das habe ich mit Frauchen extra für unseren Urlaub geübt. Yuli wird in diesen schrecklichen Korb verfrachtet und ins Auto getragen. Ich hab das (zu Übungszwecken) einmal mitgemacht und die Übung (rein in den Korb und runter ins Auto) strickt verweigert, das ist doch wirklich unwürdig. Frauchen hat mir dann erklärt, dass sie mich gern im Urlaub dabei hätte und ich um die Autofahrt nicht herum käme. Wir haben nun einen Kompromiss gefunden. Ich gehe auf meinen eigenen Füßen ins Auto und lege mich dann dort in den Korb. Ginge es nach mir, würde ich mich ja lieber, wie jeder andere auch, auf den Sitz setzen und einfach anschnallen. Da macht Frauchen aber nicht mit. Immerhin sitze ich neben ihr und wir können quatschen. So haben wir es auch gemacht, auf der Fahrt nach Zeeland.

Der Urlaub war einfach großartig. Nach einigen Tagen nahm mich Frauchen mit in den riesigen Garten, direkt hinter den Dünen. Wir haben noch kurz die Verhaltensregeln besprochen, in Hörweite bleiben und beim Pfiff antreten und schon konnte ich die Gegend erkunden. Hat alles super geklappt. Das beste ist, im Sommer kommen wir wieder, ich freu mich schon, die Mäuse dort haben eine besondere Note. Ich werde Euch berichten.

Viele Grüße und Euch allen ein frohes und gesundes Jahr 2017.

Eure Lilou und die, wie immer schnarchende Yuli

PS: Ich schicke mal noch ein paar Fotos hinterher. Die schwarz-weiße Schönheit bin ich, selbstredend 🙂