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Kurt

Rasse: Malinois
Geschlecht: Männlich
Alter: 13.06.2016
Ankunft: Juli 2020

Über mich

Kurt wurde abgegeben, weil seine Besitzer ihn einfach nicht auslasten konnten. Bei uns zeigte sich dann, dass er massive Probleme hatte. Er wurde so beschrieben, dass er loyal zu Menschen ist die er liebt, die Grundkommandos kennt, neugierig und verspielt ist. Man ihm aber auch nicht zu nahe kommen sollte, wenn er frisst.

Kurt zeigt ein sehr territoriales Verhalten, das seine Vermittlung sehr schwer macht. Hier muss man genau wissen wie man sich zu verhalten hat.

Im Tierheim ging er sämtliche Leute an, und er meinte das tot ernst. Daher gingen vorerst auch nur unsere Mitarbeiter mit ihm spazieren bzw. haben mit Kurt trainiert. Inzwischen wurde er auch kastriert, was seiner positiven Entwicklung gut getan hat. Anfangs brauchte unsere Hundetrainerin teilweise drei Stunden, um überhaupt an ihn heranzukommen. Da er sehr unruhig und gestresst war, ließ sie sich Zeit. Mittlerweile geht er die Leute nicht mehr an und zeigt sich insgesamt viel zugänglicher.

Kurt zeigte ein gelerntes Verhalten, um Menschen auf Distanz zu halten. Es wird auch weiterhin ein Stück harte Arbeit bedeuten, das gelernte Verhalten umzulenken. Es wird einige Zeit brauchen, um eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Seine neuen Halter sollten konsequent und erfahren sein. Menschen die sich ihm gegenüber unsicher zeigen bekommen sofort die Zähne gezeigt.

Vorsicht ist weiterhin bei Futter geboten. Hier steigert sich Kurt noch rein. Auch Spielzeug ist keine gute Idee, da er dieses ausschließlich für sich beansprucht. An der Leine hingegen klappt es nun schon viel besser, so dass auch unsere liebe Ehrenamtlerin Antje mit ihm spazieren gehen kann. Er ist nicht mehr so distanziert und kommt immer näher heran. Stand er vorher regungslos und lauernd vor einem, kann er nun mit einem Kommando zum weitergehen bewegt werden.

In der Hundegruppe läuft er super mit. Seine vorherigen Besitzer gaben an, dass Kurt Rüden nicht mag. Inzwischen zeigt er sich bei Hunden eher freudig erregt. Kleine Wuschelhunde findet er besonders toll.

Wenn Kurt richtig schlechte Laune hat geht man ihm am besten aus dem Weg. Aber wir freuen uns sehr, dass er von einem anfangs ständig verwarnenden Hund nun zu einem Hund geworden ist, welcher das Leben auch genießen kann. Von Woche zu Woche zeigt sich mehr, dass sich die Arbeit mit ihm lohnt. Und Kurt freut sich mittlerweile auch darüber, etwas zu lernen, bietet sich hier an. Und mag es zu kuscheln.

Wir hoffen, dass der Weg in ein neues Zuhause geebnet wurde und sich Menschen finden, die diesen weiter mit ihm gehen möchten. Mit Liebe, Geduld und Konsequenz. Die sich die Zeit nehmen, erst einmal sein Hundeherz zu erobern. Kurt kann nichts dafür, dass er so geworden ist. Aber wir können es wieder gutmachen und ihm ein richtig tolles Hundeleben ermöglichen.

Bei Interesse beraten unsere Mitarbeiter Sie gerne.

 

UPDATE 05.06.2021
Hier noch ein Bericht seiner Gassigängerin Antje, die sich immer toll um das Kerlchen kümmert und ihm hilft, seinen Weg zu finden: Bisher bin ich mit Kurt immer in der Gruppe gegangen. Er hat keine Probleme mit den anderen Hunden oder deren Hundeführer. Auch wenn die anderen Hunden unruhig oder ängstlich sind, ignoriert er sie, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Sind die Hunde extrem nervös, so geht er in seltenen Fällen mal in ihre Richtung. Meiner Ansicht nach will er sie maßregeln, damit sie Ruhe geben.

Auf Passanten, ob Erwachsene oder Kinder, sowie Radfahrer, Jogger, entgegenkommende Hunde usw. reagiert er überhaupt nicht. Er ignoriert aber auch mehr oder weniger denjenigen, der sich am anderen Ende der Leine befindet. Ab und zu sucht er Augenkontakt oder schubbert sich am Bein. Wenn ich ihn in einer Pause streichel, scheint er das aber trotzdem zu genießen. Er liebt es sich im Gras zu wälzen und lässt sich bei der Gelegenheit auch gern den Bauch streicheln.

Seine Leinenführigkeit hängt sehr von seiner Stimmung ab. Ist er entspannt, läuft er an der lockeren Leine. Sobald wir unbekannte Strecken oder durch eine bestimmte Bahnunterführung gehen, ist er sehr angespannt und zieht entsprechend an der Leine.

 

UPDATE Oktober 2022
Mittlerweile hat Kurt große Fortschritte gemacht. Nähern sich ihm Menschen, die er schon kennt – und da reicht es, dass er jemanden zwei- oder dreimal gesehen hat, geht er freudig auf diese zu. Er genießt es sehr gestreichelt zu werden und kuschelt sich richtig an. Hat er eine Person länger nicht gesehen, ist die Freude besonders groß.

In der Zwischenzeit ist er schon mit anderen Gassigängern unterwegs gewesen und zeigt sich auch da sehr brav. Er reagiert weder auf andere Hunde, Kinder, Räder, Jogger oder sonst irgendetwas.

In der Vergangenheit hat er sich in seinem Zwinger sehr territorial gezeigt. Die im Zwinger gezeigte Aggression basierte scheinbar auf Angst.

Inzwischen kann seine Gassigängerin den Zwinger betreten und er bleibt entspannt. Er lässt sich ohne Probleme mit Leckerchen füttern, geht auf Kommando in sein Körbchen und lässt sich auch dort aus der Hand füttern.

Kurt fährt sehr gern im Auto mit. Er möchte am liebsten in jedes Auto einsteigen und ist sehr brav, wenn er auf dem Rücksitz gesichert wird.

Der zukünftige Halter sollte Kurt aber auf jeden Fall Zeit lassen um Vertrauen aufzubauen und lernen ihn zu „lesen“.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Kurt lange brauchen wird, um sein Misstrauen komplett abzulegen.

Beim Thema Futter sollte man weiterhin vorsichtig sein. Doch mit etwas Umsicht von Seiten des Menschen sollte das kein Problem sein.

Es zeigt sich aber immer mehr, dass in Kurt eine gute Seele schlummert, die auf einen Menschen wartet, der das erkennt und ihm eine Chance gibt.